Probleme / Kommunikation / Umgang

 

Probleme ?

 

Kein Pferd wird als Problempferd geboren.

 

Die meisten Unarten oder Probleme entwickeln Pferde durch Unterbeschäftigung und Missverständnisse, auch bedingt durch Boxenhaltung mit zu wenig Auslauf. Die Entwicklung zum Problempferd geht meist schleichend vonstatten.

 

Die Anzeichen rechtzeitig erkennen - oder durch umsichtigen Umgang, die richtige Haltung und Bewegung sowie die richtige Fütterung bereits im Vorfeld lassen sich die meisten Schwierigkeiten mit Ihrem Pferd verhindern oder wenigstens reduzieren.

 

Jedoch auch die Vorgeschichte Ihres Pferdes ist von grossem Interesse - wenn Sie diese kennen, kann auf verschiedene Automatismen regulierend eingegriffen werden. In den meisten Fällen wissen wir nicht, was dem Pferd vorher widerfahren ist - weswegen wir einen ganzheitlichen Ansatz versuchen.

Wir bieten genügend Abwechslung und Bewegung, und versuchen, uns somit Stück für Stück der Ursache der auftretenden Probleme anzunähern und diese dadurch zu verstehen.

 

Die besten Erfolge werden erzielt, wenn der jeweilige Besitzer gewillt ist, mitzuarbeiten - nicht nur das Pferd muss lernen, dass es auch anders geht, ohne Auslöser.

 

Allerdings dürfen von uns keine angenehmen, sondern nur ehrliche Antworten erwartet werden.

anfrage@sorgen-pfer.de

 

Kommunikation (oder besser: Verständigung)

 

Leider werde viele Pferde - vor allem, wenn tatsächlich Probleme auftreten - allzu sehr vermenschlicht.

 

Eine Kommunikation im klassischen Sinn ist nicht möglich. Die verschiedenen Funktionen von Mensch (Jäger) und Pferd (Opfer) lassen sich nicht einfach überbrücken. Hierzu bedarf es einer starken Motivation des jeweiligen Menschen, sich auf die Besonderheiten des Pferdes und seiner Bedürfnisse einzulassen.

 

Es benötigt klare, verständliche Signale, die ein Pferd verstehen kann, um richtig von falsch zu unterscheiden. Hierbei macht es keinen Unterschied, ob es sich um Lektionen, Leistungen oder einfach um Verhaltensweisen handelt. Hierfür sollte man Geduld und Zeit aufbringen.

 

Da jedes Pferd eine eigene Persönlichkeit darstellt, kann es keine Standardlösung geben.

 

 

 

Umgang

 

Es sieht immer alles so einfach aus - Ein Pferd steht auf der Koppel, ein Mensch kommt an den Zaun, und das Pferd freut sich laut wiehernd und galoppiert seinem zweibeinigen Freund entgegen.

 

Leider hat die Realität nicht viel mit den dargestellten Fernseh-Pferden gemein. Ein Mensch kann einem Pferd die Artgenossen nicht ersetzen. Und genau dieser Punkt ist meist der Anfang allen Übels.

 

Es kann auch keine gleichgestellte Freundschaft zwischen Pferd und Mensch geben, wenn man nicht auf Sicherheit und Risikovermeidung verzichten will.

Ein Pferd braucht eine klare Hierarchie - dies hat jedoch nichts mit Kraft und Gewalt zu tun - die Anerkennung als berechtigter "Chef" dieser kleinen "Herde" muss man sich hart und ehrlich erarbeiten. Hierbei wäre Vertrauen die Tugend der Wahl - nur ein Pferd, das vertrauen kann, wird für seinen Reiter durch "dick und dünn" gehen - auch wenn es mal "anderer Meinung" ist . . .

 

Für Harmonie und Kameraderie kann man was tun - am Besten gleich schon heute.

 


Reitanlage Schöppler
info@reiten-in-stuttgart.de